05. Februar 2013

KfW fördert ab März erneuerbare Energien

Ab dem 1. März 2013 wird über die KfW-Förderbank die Umstellung älterer Heizungsanlagen auf erneuerbare Energien gefördert. Bisher war eine Förderung dieser Anlagen nur im Rahmen der Marktanreizförderung des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) möglich.

Im neuen Programm "Energieeffizient Sanieren - Ergänzungskredit" (Programmnummer 167) werden Kredite bis zu einer Höhe von 50.000 Euro pro Wohneinheit vergeben. Der Förderkredit kann in Ergänzung zu Zuschüssen aus dem Marktanreizprogramm "Förderung von Maßnahmen zur Nutzung Erneuerbarer Energien im Wärmemarkt" des BAFA genutzt werden. Dabei darf die Summe aus Kredit und Zuschuss die förderfähigen Kosten nicht übersteigen. Gefördert wird damit ab März die Umstellung von vor dem Jahr 2009 installierten Heizungsanlagen auf erneuerbare Energien. Dazu zählen beispielsweise thermische Solarkollektoranlagen bis 40 Quadratmeter Bruttokollektorfläche, Biomasseanlagen mit einer Nennwärmeleistung von 5 kW bis 100 kW (zum Beispiel Holzvergaser, Pelletheizungen, Holzhackschnitzelheizungen) oder Wärmepumpen mit einer Nennwärmeleistung bis 100 kW. Für die Förderung größerer Anlagen steht wie bisher das KfW-Programm "Erneuerbare Energien - Premium" (Programmnummer 271/281) zur Verfügung.

Eine Kombination des Programmes 167 mit weiteren Förderungprogrammen ist möglich, allerdings darf die Summe aus allen Fördermitteln die Summe der Sanierungskosten nicht übersteigen. Es ist beispielsweise eine Kombination mit dem Zuschussprogramm "Energieeffizient Sanieren - Baubegleitung" (Programmnummer 431) möglich, bei welchem 50 Prozent der Kosten für eine energetische Fachplanung und Baubegleitung übernommen werden. Sind weitere Sanierungsmaßnahmen geplant, können die Programme "Energieeffizient Sanieren - KfW-Effizienzhaus" (Programmnummer 151) oder "Energieeffizient Sanieren - Einzelmaßnahmen" (Programmnummer 152) genutzt werden. Soll lieber über Zuschüsse als über Kredite gefördert werden, kann auch eine Kombination mit dem Programm "Energieeffizient Sanieren - Investitionszuschuss" (Programmnummer 430) gewählt werden.

Die Kreditlaufzeiten betragen bis zu zehn Jahre. Anträge sind vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen, bei diesem Programm also dem Heizungsaustausch bzw. -umbau, bei der Hausbank zu stellen. Mit dem Programm können bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten einschließlich Nebenkosten (Architekt, Beratungs- und Planungsleistungen etc.) finanziert werden. Die Zinskonditionen werden am 1. März 2013 veröffentlicht. Die Zinshöhe bleibt über zehn Jahre festgeschrieben.

Antrag und weitere Dokumente gibt es auf der Internetseite der KfW.


Weitere Informationen

Alexander Sperr
Geschäftsbereich Energieeffizienz
Telefon 0 30 / 300 199-1376
E-Mail alexander.sperr@bdew.de

Nach dem Login (oben rechts) finden Mitglieder weitere Informationen und Serviceleistungen.