25. Juni 2014

Marktdesign - Perspektiven für Binnenmarkt und Energiewirtschaft

Rund ein Viertel des deutschen Stroms stammt aus Erneuerbaren Energien, deren Ausbau staatlich gefördert wird. Drei Viertel des Stromverbrauchs müssen durch konventionelle Kraftwerke gedeckt werden, die zu den aktuellen Marktpreisen aber nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können. Denn Versorgungssicherheit wird im gegenwärtigen Marktsystem nicht entlohnt. Viele Betreiber ziehen Stilllegungen ihrer Anlagen in Erwägung. In Deutschland und Europa wird derzeit über ein neues Marktdesign diskutiert, in dem Erneuerbare und konventionelle Kraftwerke neue Verantwortlichkeiten übernehmen. Eine Lösung könnte sein, das Produkt "sichere Leistung" mit Zertifikaten zu versehen und handelbar zu machen. Ein dezentraler Markt für gesicherte Leistung könnte den Betrieb von konventionellen Kraftwerken und Speichern wieder wirtschaftlich machen und für Vertriebe sowie für flexible Kunden neue Geschäftschancen bieten. Ob Veränderungen des Marktdesigns für Erdgas erforderlich werden, wird derzeit intensiv diskutiert. Die EU-Kommission denkt bereits über neue Regeln für den Binnenmarkt nach. Besonders im Blick hat sie dabei die Endkundenmärkte für Strom und Gas einschließlich der Verteilnetze.

EU-Binnenmarkt oder nationale Kapazitätsmärkte - Wo geht die Reise hin?
Neues Marktdesign - Chancen für Vertriebe und flexible Kunden!
Strommarkt 2030 - Wie sieht der zukünftige Kraftwerkspark aus?

Impulsvortrag:
Stiefkind Binnenmarkt -- Welche Aussagekraft haben Strompreise noch?
Prof. Dr. Marc Oliver Bettzüge, Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln (EWI), Köln

  • Prof. Dr. Marc Oliver Bettzüge, Direktor, Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln (EWI), Köln
  • Robert Durdilly, Präsident, Union Française de l'Electricité (UFE), Paris/Frankreich
  • Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung
  • Dr. Martin Schumacher, Mitglied des Vorstandes, ABB AG, Mannheim
  • Mechthild Wörsdörfer, Direktorin, Europäische Kommission, Brüssel/Belgien


Moderation:
Ulrich Meyer, TV-Moderator, (Sat 1/"Akte"), Berlin

BDEW Kongress 2014, vom 24. bis 26. Juni 2014, in Berlin.

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