30. März 2012

Mini-KWK-Anlagen werden mit bis zu 3.500 Euro Zuschuss gefördert

"Strom erzeugende Heizung": Motor (l.) und Übergabestation, Quelle: BDEW/Täschner

Ab dem 1. April 2012 werden KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von bis zu 20 Kilowatt (kW) wieder mit einem Investitionszuschuss gefördert. Darunter fallen die "Strom erzeugenden Heizungen" (auch Mikro- und Mini-KWK-Anlagen genannt). Welche Geräte die anspruchsvollen Voraussetzungen für die Förderung erfüllen, wurde jetzt in einer Liste veröffentlicht.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) administriert als Bewilligungsbehörde das vom Bundesumweltministerium (BMU) aufgelegte Förderprogramm "Richtlinien zur Förderung von KWK-Anlagen bis 20 kW elektrisch" (siehe auch BDEW direkt 1-2/2012). Einen Investitionszuschuss erhält, wer ein neues Mikro- bzw. Mini-BHKW errichtet und die umfangreichen Anforderungen erfüllt. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der elektrischen Leistung. Kleine Anlagen mit 1 kW - die sich besonders für die Sanierung alter Heizungsanlagen von Einfamilienhäusern eignen - erhalten 1.500 EUR. Größere Anlagen mit 20 kW - für Mehrfamilienhäuser, Gewerbe, Handel oder Dienstleistungsgebäude - werden mit 3.500 EUR gefördert.

In Kombination mit den zunehmend am Markt verfügbaren KWK-Geräten, einer immer größeren Zahl geschulter Handwerker und einer zielgruppenspezifischen Ansprache durch die Energieversorgungsunternehmen wird diese Förderung die Markteinführung gasbasierter innovativer Technik im Wärmemarkt unterstützen.

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Selbstständige und kleine Unternehmen. Energieversorgungsunternehmen sind nur dann antragsberechtigt, wenn sie als Energiedienstleister auftreten. Anträge können ab dem 1. April 2012 bei der BAFA eingereicht werden. Wichtig ist: Förderfähig sind nur Anlagen, mit deren Ausführung noch nicht begonnen wurde (Abschluss eines Liefer- und Leistungsvertrages). Planungsleistungen dürfen vor der Antragsstellung erbracht werden.

Neben den geräteseitigen anspruchsvollen Effizienzanforderungen gehören ein hydraulischer Abgleich und Umwälzpumpen der Energieeffizienzklasse A zur Pflichtvoraussetzung für eine Förderung.

Das sogenannte "Mini-KWK-Programm" wurde 2008 erstmals aufgelegt und aufgrund von Mittelknappheit im Mai 2010 eingestellt (BDEW direkt 3/2010). Es bleibt zu hoffen, dass die Implementierung einer festen jährlichen Absenkung der Förderhöhe (fünf Prozent pro Jahr ab 1.1.2014) in diesem Programm den Beginn einer langfristigen und verlässlichen Förderung für effiziente kleine KWK-Anlagen markiert.

Der BDEW wird sich unabhängig davon weiter für die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den Abbau der enormen bürokratischen Hemmnisse für den Anschluss und den Betrieb Strom erzeugender Heizungen einsetzen.

Die Liste der förderfähigen Anlagen steht auf der BAFA-Website zum Nachschlagen zur Verfügung.


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