Preis der deutschen Gaswirtschaft für Innovation und Klimaschutz

Am 09. November 2016 wurde der Preis der deutschen Gaswirtschaft für Innovation und Klimaschutz vergeben, der vom BDEW zusammen mit weiteren Partnern alle zwei Jahre ausgelobt wird. Fünf Preisträger wurden in Essen für ihre Innovationen zum Thema Klimaschutz geehrt.

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Preis der deutschen Gaswirtschaft für Innovation und Klimaschutz 2016

RSOC Electrolyser - reversible Hochtemperatur-Dampfelektrolyse

Preis in der Kategorie "Innovative Produkte" - sunfire GmbH

Die reversible Hochtemperatur-Dampfelektrolyse (RSOC) vereint Elektrolyse und die Brennstoffzelle in einer Anlage. Das System nimmt im Elektrolysemodus überschüssigen erneuerbaren Strom auf, wandelt ihn in Wasserstoff um und speichert diesen in hochkomprimierter Form. Wird Strom benötigt, wird dieser im Brennstoffzellenmodus auf Basis des zwischengespeicherten Wasserstoffs erzeugt. Im Brennstoffzellenmodus ist auch die Verwendung von Erdgas oder Biogas aus dem Netz möglich. Das System liefert im Elektrolyse-Modus Wasserstoff mit einem Wirkungsgrad von bis zu 85%. Im Brennstoffzellenmodus kann es mit einer Effizienz von bis zu 60% Strom erzeugen. Zusätzlich kann Wärme ausgekoppelt werden. Damit liegt der Gesamtwirkungsgrad des KWK-Systems bei über 80%. Der erzeugte Wasserstoff kann direkt für Industrieprozesse und für den Mobilitätssektor genutzt werden. Die Hochtemperatur-Dampfelektrolyse kann auch für die Produktion von synthetischem Erdgas in Power-to-Gas-Anlagen angewendet werden wobei die bei der Methanisierung entstehende Wärme direkt zur Dampferzeugung wiederverwendet wird. Mehr

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Preis der deutschen Gaswirtschaft für Innovation und Klimaschutz 2016

Einsatz der Brennwerttuning-Technologie in einem denkmalgeschützten Wohngebiet

Preis in der Kategorie "Effiziente Energiekonzepte" - aluta Wärmetechnik GmbH

Die aluta Wärmetechnik GmbH hat gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Lang ein Anlagenkonzept für die Nahwärmeversorgung eines denkmalgeschützten Wohngebiets in Berlin mit 784 Wohneinheiten entwickelt und umgesetzt. Die Aufgabe bestand darin, den Energieverbrauch nachhaltig durch den Umbau der bislang ölbefeuerten Altanlage zu senken, da aufgrund des Denkmalschutzes umfangreiche Dämmmaßnahmen der Gebäudehülle nicht möglich sind. Dass auch die Bauart der Raumheizung (Heizkörper, Verrohrung) nicht verändert werden durfte, stellte eine weitere Herausforderung dar, denn das Einrohrsystem im Heizkreislauf erfordert hohe Vor- und Rücklauftemperaturen (80°/65°) und lässt den Betrieb energieeffizienter Brennwertkessel nicht zu. Um dieses Problem zu lösen, wurde das vom Ingenieurbüro Lang entwickelte Brennwerttuning eingesetzt. Hierbei wird durch Gasabsorptionskältemaschinen ein Kältekreislauf von 25°C erzeugt, der die effektive Kondensation der Abgase der Heizkessel (gasbetriebene NT-Heizkessel) bewerkstelligt. Die dabei entstehende Abwärme wird dem Heizungsrücklauf bei 65°C zurückgeführt und somit der Gasverbrauch für die Heizung deutlich reduziert. Dieses Anlagenkonzept hat eine energetische Einsparung von über 30% ermöglicht, davon 4,5% resultierend aus dem Brennwerttuning. Mehr

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Preis der deutschen Gaswirtschaft für Innovation und Klimaschutz 2016

Synthese von C2-Bausteinen aus Methan durch Chemical Looping

Preis in der Kategorie "Forschung und Entwicklung" - Technische Universität Berlin, Exzellenzcluster UniCat

Die Synthese von Ethen und seiner Folgeprodukte aus Methan stellt derzeit keine wirtschaftlich attraktive Alternative zur Verwendung von Erdöl als Rohstoff dar. Durch die gleichzeitige Einspeisung von Methan und Sauerstoff in konventionellen Reaktoren wird durch die Wärmeentwicklung ein hoher Anteil an Verbrennungsprodukten gebildet und die Ausbeute von C2-Bausteinen ist niedrig. In diesem Projekt wurde untersucht, ob der Chemical Looping-Prozess, bei dem beide Reaktionspartner zeitlich oder räumlich getrennt voneinander dem Reaktor zugeführt werden, eine wirtschaftliche Ethenproduktion mit Methan ermöglicht. Dabei wird der Katalysator im ersten Schritt mit Luft oxidiert und mit Hilfe eines Spülgases der Restsauerstoff entfernt. Im zweiten Schritt wird Methan über den oxidierten Katalysator geleitet, so dass der Prozess nahezu ohne Nebenwirkungen stattfindet. Die Simulation des Chemical Looping im Labormaßstab belegt, dass die C2-Ausbeute deutlich höher ist als bei konventionellen Festbettreaktoren. Zudem ermöglicht dieser Prozess eine höhere Methanumwandlungsrate, da keine Explosionsgefahr besteht. Aufgrund dieser Ergebnisse ist von einer möglichen wirtschaftlichen Verwendung von Methan für die Synthese von Ethen auszugehen, wobei sowohl Erdgas als auch erneuerbare Gase (biogene Gase, Powergas) als Rohstoffquelle dienen können. Daher wird im Rahmen dieses Projekts die Weiterentwicklung zu einem echten Chemical-Looping-Prozesses angestrebt. Mehr

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Preis der deutschen Gaswirtschaft für Innovation und Klimaschutz 2016

20 LNG-Sattelzugmaschinen für die innerstädtische Lebensmittellogistik

Preis in der Kategorie "Mobilität und Verkehr" - Meyer Logistik GmbH & Co. KG

20 LNG-Sattelzugmaschinen werden für die Lebensmittelversorgung der Berliner Innenstadt eingesetzt. Durch die Verwendung von LNG als Antriebsenergie wird Energie und somit CO2 eingespart sowie Lärm- und Feinstaubbelastungen reduziert. Dieses Projekt trägt somit zur Verbesserung der Lebensqualität in Ballungsräumen bei. Durch den Bau einer öffentlich zugänglichen LNG-Tankstelle wird der Kraftstoff für weitere Nutzer verfügbar. Mehr

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Preis der deutschen Gaswirtschaft für Innovation und Klimaschutz 2016

BioPower-to-Gas - Biologische Methanisierung von Wasserstoff durch Mikroorganismen

Preis in der Kategorie "Sonderpreis" - MicrobEnergy GmbH

Das BioPower-to-Gas-Verfahren besteht aus der biologischen Erzeugung von Methan aus Wasserstoff und CO2. Der Wasserstoff wird in Power-to-Gas-Anlagen aus überschüssigem erneuerbarem Strom gewonnen. Das CO2 kann prinzipiell beliebigen Ursprungs sein und kann z.B. aus industriellen Prozessen oder aus der Umgebungsluft gewonnen werden. Im vorliegenden Fall wird CO2 durch die Abtrennung in einer Biogasanlagen gewonnen. Die bei der biologischen Methanisierung eingesetzten Mikroorganismen (Archaeen), die vorwiegend in der Tiefsee, in Süßwasserbiotopen und in Böden vorkommen, benötigen keine speziell gereinigten Ausgangsgase. Sie erzeugen durch die Hinzugabe von Wasserstoff ein einspeisefähiges Gas hoher Qualität mit mehr als 98% Methan, was eine Nachreinigung überflüssig macht. Der Umwandlungsprozess findet bei im Vergleich zu katalytischen Verfahren niedrigen Temperaturen (ca. 60°C) und niedrigen Drücken (8 bar) statt. Für die Weiterverarbeitung des fluktuierenden Überschussstroms ist die Flexibilität des Stoffwechsels der Mikroorganismen ein großer Vorteil. Die Methanisierung kann sofort (wenige Sekunden) bei Vorhandensein von Wasserstoff starten bzw. bei Nichtvorhandensein gestoppt werden. Mehr

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Preis der deutschen Gaswirtschaft für Innovation und Klimaschutz (externe Verlinkung)