05. Februar 2013

Umfrage: Deutsche erhoffen sich geringere Energiekosten durch Smart-Home-Lösungen

Eine Studie von TNS-Infratest zeigt: Rund drei Viertel aller Deutschen wären grundsätzlich bereit, Smart-Home-Lösungen in ihrem Haushalt einzusetzen. Verbunden ist diese hohe Bereitschaft in erster Linie mit dem Wunsch, die eigenen Energiekosten zu senken und nebenbei einen persönlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten. In der Studie wurden im Jahr 2011 insgesamt 1.203 repräsentativ ausgewählte regelmäßige Internetnutzer im Alter zwischen 18 und 70 Jahren befragt. Veröffentlicht wurde die Studie im vierten Quartal 2012.

Das Thema Smart Home hat im Zuge der Energiewende an Bedeutung gewonnen. Zunehmend bieten auch Energieversorger Dienstleistungen zur intelligenten Strom- und Heizungssteuerung an. Daher lohnt sich ganz besonders ein Blick in die Studie, um Hinweise zu bekommen, welche Erwartungen, aber auch Befürchtungen und Ängste seitens der Verbraucher mit dieser Technologie verbunden werden.

Einige ausgewählte Ergebnisse der Studie "Zukunftsbilder der digitalen Welt" (Kapitel 4, S.146-171, Anfragen zur Studie): 49 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Möglichkeiten, die Smart-Home-Lösungen bieten, nicht mit ihren vorhandenen, sondern nur mit neu angeschafften Haushaltsgeräten voll genutzt werden können. Ebenso fürchten 43 Prozent eine zu starke Abhängigkeit von der technischen Lösung und haben die Befürchtung, ihre Heizung und den Stromverbrauch im eigenen Haushalt nicht mehr eigenverantwortlich steuern zu können. Da eine intelligente Steuerung des Strom- und Heizungsbedarfs die Erfassung und Analyse entsprechender Verbrauchsdaten voraussetzt, sehen 35 Prozent zudem die Gefahr der Verletzung der Privatsphäre durch Datenmissbrauch.

Überraschend bei den Ergebnissen, dass nur 14 Prozent befürchten, derartige neue Technologien ließen sich nur schwierig bedienen, womit aber auch gleichzeitig ein hoher Anspruch an das Produktangebot definiert ist. Bemerkenswert ist eine weitere Erkenntnis der Studie: Rund ein Drittel der Befragten scheint keinen zusätzlichen Nutzen von Smart-Home-Lösungen im Vergleich zur konventionellen Zeitschaltuhr oder automatischen Temperaturregulierung zu erkennen. Aufgabe aller Marktakteure sollte es nun sein, Smart-Home-Lösungen noch deutlicher von konventionellen Lösungen zu differenzieren und die Vorteile für den Kunden in puncto Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit klar zu kommunizieren.


Weitere Informationen

Michael Conradi
Geschäftsbereich Energieeffizienz
Telefon 0 30 / 300 199-1374
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