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Statement für die Presse:

Kapferer zu den Bun­des­rats­in­itia­ti­ven von Bran­den­burg und NRW zum Wind­ener­gie­aus­bau

Der Bundesrat befasst sich morgen mit den Län­der­initia­ti­ven von Bran­den­burg und Nord­rhein-West­fa­len, die weitere Re­strik­tio­nen beim Ausbau von Wind­ener­gie­an­la­gen fordern. Hierzu Stefan Kapferer, Vor­sit­zen­der der BDEW-Haupt­ge­schäfts­füh­rung:

„Die Bun­des­rats­in­itia­ti­ven der Lan­des­re­gie­run­gen von Bran­den­burg und Nord­rhein-West­fa­len laufen den energie- und kli­ma­po­li­ti­schen An­stren­gun­gen zuwider und vergiften das In­ves­ti­ti­ons­kli­ma:

Die Umsetzung der '10H-Re­ge­lung' in Bayern hat ein­drück­lich gezeigt, dass derartige Re­strik­tio­nen den Er­neu­er­ba­ren-Aus­bau drastisch aus­brem­sen. Nun strebt NRW eine Wie­der­auf­la­ge der so­ge­nann­ten Län­der­öff­nungs­klau­sel an, nach der jedes Bun­des­land eigene Ab­stands­re­ge­lun­gen für Windräder einführen könnte. Der Appell von 80 Un­ter­neh­men der Energie- und Wind­kraft­bran­che in NRW, die in einer ge­mein­sa­men Erklärung gegen den Ge­set­zes­an­trag pro­tes­tie­ren, sollte der Politik zu denken geben.

Ein noch dras­ti­sche­rer Ein­schnitt wäre mit der Ab­schaf­fung der bau­recht­li­chen Pri­vi­le­gie­rung von Wind­ener­gie­an­la­gen verbunden, wie sie das Land Bran­den­burg vor­schlägt. Das würde zu einem abrupten Fadenriss bei der Neu­auf­stel­lung von Wind­rä­dern führen.

Es kann nicht sein, dass Gesetze, die auf Bun­des­ebe­ne be­schlos­sen wurden, im Nachgang über die Lan­des­schie­ne wieder aus­ge­he­belt werden. Das er­schüt­tert das Vertrauen der in­ves­tie­ren­den Un­ter­neh­men und bringt die En­er­gie­wen­de in Gefahr.

Neue Re­strik­tio­nen würden zudem die Be­mü­hun­gen der En­er­gie­wirt­schaft vor Ort um die dringend nötige Akzeptanz der Be­völ­ke­rung für den Wind­kraft­aus­bau kon­ter­ka­rie­ren. Sie würden Pro­test­be­we­gun­gen befeuern und ihnen ein po­li­ti­sches Gü­te­sie­gel aufsetzen.

Die Bun­des­re­gie­rung hat im Ko­ali­ti­ons­ver­trag fest­ge­hal­ten, dass der Anteil der Er­neu­er­ba­ren am Brut­to­strom­ver­brauch bis 2030 auf 65 Prozent angehoben werden soll. Es wäre daher brand­ge­fähr­lich, wenn der Bundesrat derartige Störfeuer einzelner Lan­des­re­gie­run­gen nicht schnell eindämmt.“


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